Supergau Datenverlust

Was auch immer zu einem Datenverlust führt, sei es ein versehentlicher Klick, ein Fehler in Windows, ein Defekt im MP3 Player, dem USB-Stick oder der Digitalkamera. Nach Murphy’s Gesetzt handelt es sich immer um die wichtigste Datei, die sich im ungünstigsten Moment plötzlich in das digitale Nirwana verabschiedet.

Im besten Falle sind Stunden harter Arbeit einfach verloren. Die wertvolle Datei löst sich in einer Millisekunde in digitalen Rauch auf.

Was genau geschieht eigentlich, wenn eine Datei gelöscht wird? *

Ein Betriebssystem organisiert Ihre Daten in einer Struktur, die gemeinhin als Dateisystem bezeichnet wird. Die bekanntesten Vertreter in der Windows Welt sind die Dateisysteme FAT (File Allocation Table mit den Unterarten FAT12, FAT16 und FAT32) und NTFS (New Technology File System). Als Normalanwender kommt man mit diesen Begriffen im Allgemeinen nur dann in Berührung, wenn man einen Datenträger neu formatiert. Die Organisation kann man sich allgemein wie in einer Bibliothek vorstellen. Es gibt ein Verzeichnis, in dem alle Bücher mit genauer Position (Regalnummer, Buchnummer) aufgelistet sind. In den Regalen sind die Bücher selbst gemäß der Angaben im Verzeichnis abgelegt. Die Bücher sind quasi die Dateien. Wenn Windows jetzt eine Datei löscht, wir, um bei unserem Bild zu bleiben, nicht etwa das Buch entfernt, sondern lediglich der Regalplatz an dem das Buch steht als frei verfügbar markiert und Informationen über die Existenz des Buches werden aus dem VERZEICHNIS gelöscht. Dies ist eigentlich sehr schlau und zeitsparend. Kommt jetzt ein neues Buch in die Bibliothek, wird im Verzeichnis ein “freier” Regalplatz gesucht. Erst jetzt, wenn man das neue Buch in das Regal stellt, wird das alte entfernt. So lange also kein neues Buch den Platz des alten eingenommen hat, ist das alte Buch physikalisch noch vorhanden. Man kann es im Verzeichnis nur nicht mehr finden. Im Dateisystem gibt es auch ein solches Verzeichnis und an die Stelle des Buches rückt die Datei.

Im Falle von Dateien gibt es noch eine Besonderheit. Es ist nicht etwa so, dass ein neues Buch immer an die Stelle des zuletzt gelöschten Buches gestellt wird. Es kann durchaus vorkommen, dass ein altes Buch physikalisch sehr lange im Regal überlebt, obwohl seit dem Löschen viele neue Bücher in die Bibliothek gekommen sind. Kann sein, muss aber nicht. Dies lässt erahnen, dass auch das sichere Löschen sensibler Daten keine triviale Aufgabe ist. Mit Betriebssystemmitteln kann man weder Daten sicher und verlässlich löschen, noch “gelöschte” Daten wieder rekonstruieren. Für beide Fälle benötigt man Spezialsoftware wie zum Beispiel ArchiCrypt Shredder zum sicheren Löschen

 

bzw. ArchiCrypt Rescue-Master zum retten von Daten.

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Unterschiedliche Ursachen für Datenverlust *

Versehentliches Löschen dürfte recht häufig vorkommen, zumindest lässt das Feedback auf ArchiCrypt Rescue-Master 2008 diesen Schluß zu. Schnell markiert man versehentlich ein paar Dateien mehr als gewollt und löscht diese. Oder beim Überspielen von Bildern von einer Speicherkarte auf den Rechner läuft etwas schief. Dummerweise hat man die Option “Bilder nach dem Übertragen von der Speicherkarte löschen” aktiviert. Traurig, denn Bilder sind Momentaufnahmen, die man so nie wieder festhalten kann.

Die zweite große Kategorie ist der Verlust von Daten durch versehentliches Formatieren, Software- und Hardwarefehler.

Maßnahmen gegen und bei Datenverlust *

Maßnahmen gegen *

Vorbeugen ist besser als Heilen. Nicht nur in der Medizin trifft dies zu.

Wer von seinen wichtigen Daten nicht regelmäßig eine Sicherungskopie erstellt, findet wenig Mitleid im Falle eines Datenverlustes. Aus der Praxis wissen wir jedoch, dass es anders ist. Mehrmals täglich erhalten wir E-Mails oder Anrufe von Kunden, die wegen Datenverlustes Ihre Freischaltdaten für Ihre ArchiCrypt Software nochmals zugesandt haben möchten. Was bedeutet auch regelmäßige Datensicherung und wieso hat man gemäß Murphy’s Gesetzt vor dem Neuformatieren alles gesichert nur eben nicht die wichtigen E-Mails nicht? Die Wahrscheinlichkeit, die Arbeit eines ganzen Tages zu verlieren, ist nach wie vor extrem hoch. Um im Falle eines Datenverlustes ohne Backup in der Hinterhand, dennoch eine Chance zu haben, die Daten zu retten, sollten Sie eine Rettungssoftware installiert haben. Ich weise darauf ausdrücklich hin, dass Sie dies vor dem Eintritt eines Datenverlustes tun sollten. Wenn es zu einem Datenverlust kommt und erst jetzt eine Software installiert wird, mit der Daten gerettet werden können, könnte genau diese Software die Daten überschreiben, die Sie gerne gerettet hätten. Auch wenn Sie hier nicht so gehandelt haben, ist nicht gleich alles verloren.

Maßnahmen bei *

Datenverlust auf einem Datenlaufwerk *

Ein Datenlaufwerk ist ein Laufwerk, auf dem Sie gewollt und bewusst Daten von Anwendungen ablegen.

Zunächst dürfen Sie keinerlei Daten mehr auf dem Medium speichern, auf dem der Datenverlust eingetreten ist. Wenn Sie noch Anwendungen geöffnet haben, speichern Sie die Daten unbedingt auf einem anderen Medium. Installieren und starten Sie jetzt eine Rettungssoftware und versuchen Sie Ihr Glück. ArchiCrypt Rescue-Master kann ein Abbild des Mediums erstellen, auf dem der Datenverlust eingetreten ist. Man friert so den Zustand des Datenträgers quasi ein und verhindert, dass neue Daten die zu rettenden Dateien überschreiben und eine Rettung somit unmöglich wird. Wenden Sie dann die verschiedenen Analyseverfahren an, die die Rettungssoftware anbietet. Bei der Datenrettung selbst, dürfen Sie die zu rettenden Dateien niemals auf dem Medium ablegen, von dem aus Sie Daten retten! Die Software sollte hier auf jeden Fall warnen.

ArchiCrypt Rescue-Master bietet in der PC-Version die Möglichkeit an, ein U3-Installationspaket zu erzeugen und die Software dann mobil von einem U3 Stick aus zu nutzen. Neben PC-Notdiensten, die diese Möglichkeit gerne nutzen, brint diese Funktion auch für den Normalanwender Vorteile mit. Besitzt man mehrere Rechner kann man so ohne vorherige Installation eine Rettungsaktion bei Bedarf durchführen.

Datenverlust auf dem Systemlaufwerk *

Auf dem Systemlaufwerk liegt das Betriebssystem. Meist befinden sich werden hier auch die Pfade für temporäre Dateien, der Zwischenspeicher für Internet Browser, der Speicherort für Programmeinstellungen, der Ordner für eigene Dateien etc. Auf diesem Laufwerk werden ständig, ohne Ihr Zutun Dateien gelöscht und neu erstellt. In rasanter Geschwindigkeit werden also alte Bücher aus der Bibliothek entfernt und durch neu hereinkommende ersetzt. Die Gefahr, dass dabei Ihr versehentlich gelöschtes Buch völlig zerstört wird, ist riesig.

Der nachfolgende Tipp birgt die Gefahr weiteren Datenverlusts (ggf. Totalverlust) und ist mit einigem Aufwand verbunden. Die Anwendung der Maßnahmen geschieht auf eigene Gefahr!

Sie sollten einen 2ten Rechner besitzen oder den Rechner mit einem zweiten Betriebssystem booten können. Sie benötigen ein externes USB-Gehäuse, in welches Sie die Festplatte einbauen können.

Beenden Sie sofort, nach dem Sie den Datenverlust feststellen, die Arbeit mit dem Rechner. Sofern es möglich ist, speichern Sie keine Dateien mehr und beenden Sie auch keine Anwendungen. Durch jede Aktion kann potentiell genau die Datei überschrieben werden, die Sie retten möchten. Im Prinzip müssen Sie den Netzstecker ziehen, da auch beim Herunterfahren des Systems Daten auf die Betriebssystempartition geschrieben werden.

Wenn Sie den Rechner von einer anderen Partition aus booten können, können Sie die Rettungssoftware von hier aus starten. ArchiCrypt Rescue-Master bringt in Version 2 den s.g. Partitionsmodus mit, mit dem Sie dann leicht Analysen auf der betroffenen Partition durchführen können. Ist Ihr System nicht so konfiguriert, benötigen Sie einen 2ten Rechner und ein USB-Laufwerksgehäuse, in welches Sie die betroffene Festplatte jetzt einbauen müssen. Schließen Sie die Festplatte jetzt an und starten Sie den Rettungsversuch von dieser USB-Platte.

Eine neue günstige Lösung für professionelle Datenrettung *

ArchiCrypt Rescue-Master 2010

Mit der ersten Version von ArchiCrypt Rescue-Master zielten wir auf die Kategorie “Rettung unbeabsichtigt gelöschter Dateien” ab. In der Königsklasse “Rettung von Daten nach Neuformatierung, Soft- und Hardwarefehlern” zeigten wir mit den Plug-ins und der Rohdatenanalyse einen innovativen Weg auf. Plug-ins sind in der Lage, Rohdaten des Datenträgers zu analysieren, bestimmte Dateitypen zu erkennen und in der Folge zu retten. Insbesondere im Bereich der Rettung von Dateien von Partitionen und neu formatierten Medien mussten wir nachlegen. In Version 2, ArchiCrypt Rescue-Master 2010, haben wir zwei neue Analyseverfahren eingeführt, die zusätzlich mit dem Plug-in System angewandt werden können. Der so genannte Struktur Scan ist unter anderem in der Lage neu formatierte Medien zu analysieren und Daten von dort zu retten. Hierbei werden gelöschte Dateien des neuen Dateisystems sowie alle rettbaren Dateien (gelöscht/ungelöscht) des alten Dateisystems aufgeführt. Der Disk Desaster Scan kann unter anderem eingesetzt werden, wenn der Datenträger bzw. das Medium zwar noch ansprechbar ist, jedoch keine Dateien mehr angezeigt werden. Die neue Version ArchiCrypt Rescue-Master 2010 bietet jetzt sogar einen Partitionsmodus, mit dem man gezielt auf einzelne aktive und inaktive Partitionen des Systems zugreifen kann. In den Tipps oben wurde bereits gezeigt, wie nützlich diese Funktion bei der Rettung von Daten von der Systempartition sein kann.

Zum Angang...