Internet der Dinge

 

Wir haben uns daran gewöhnt ständig „on“ zu sein. Zu Hause läuft der PC, das Tablet liegt stets griffbereit. Unterwegs ist das SmartPhone zum unverzichtbaren Helfer geworden. Wir lagern das Denken aus und überlassen es Suchmaschinen und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia. Unglaubliche Dinge können wir damit bereits jetzt anstellen. Augmented reality, eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung ist mehr als beeindruckend. Durch SmartPhone und Co. betrachtet man seine Umgebung und erhält zusätzliche Informationen. Eine Bereicherung für jedes Ingenieurwesen, bald nicht mehr aus Medizin und privatem Umfeld wegzudenken.

Diese Technik hat Zukunft, wir sind Sciencefiction!

RFID – radio frequency identification *

Und was gestern Sciencefiction war, ist schneller wahr, als man denkt. Das bisherige Internet rekrutiert seine Besucher in der Mehrheit aus menschlichen Wesen. Wir, die wir vor dem Rechner sitzen, greifen die Daten ab und kommunizieren miteinander. Das Internet der Dinge wird der nächste Schritt sein. Ein Internet, in dem nicht nur Menschen als Teilnehmer vorhanden sind, sondern physische Objekte. Doch wie bringt man physische Dinge ins Netz aller Netze? Google sammelt und wer sammelt, braucht Sammler. Warum also nicht die Unzahl brachliegender Heimgeräte rekrutieren und zu eigenen Sammlern machen?

Google meldet Patent an *

Wer den Artikel Google sammelt gelesen hat, weiß, worum es letztlich geht. Je mehr Google über seine Nutzer weiß, desto effizienter kann man dem Nutzer Geld aus der Tasche ziehen. Wer hier denkt, dass jeder selbst für seinen Geldbeutel verantwortlich ist, verkennt, dass Kaufentscheidungen nur in seltenen Fällen tatsächlich vernunftgesteuert sind. Die Masse unserer Kaufaktionen sind emotional gesteuert. Je präziser man die Vorlieben eines Menschen kennt, je genauer man seine Bedürfnisse durchschaut, desto größer die Möglichkeit, gezielt zu manipulieren und einen Kauf zu „provozieren“. Sie glauben das nicht? Sehen Sie sich Werbung an! Wo finden sich noch technische Fakten, die man als Kaufkriterium heranziehen könnt? Emotionen dominieren und zwar nicht, weil die Industrie denkt, dass man Menschen mit Emotionen besser packen kann, sondern weil die Industrie weiß, dass Gefühle unterbewusst hoch wirksam sind!

Das Wissen über Menschen ist mit barem Geld gleichzusetzen. Somit verwundert es nicht, dass Google jetzt ein Patent angemeldet hat, mit dem Heimgeräte sich selbst registrieren können.
Sie kennen das: Will man Informationen über seinen Fernseher, braucht den Kundendienst oder möchte Garantieansprüche geltend machen, muss man sich auf den Seiten des Herstellers registrieren. Ohne ght fast nichts mehr. Die Registrierung ist nicht dazu da, dass der Hersteller uns noch besser betreuen kann, sondern schlicht und unschön, um mehr über uns zu wissen! Alle anderen Behauptungen sind Plattheiten.

An dieser Stelle kommt dann das Google Patent ins Siel. Es nimmt uns doch tatsächliche die mühsame Arbeit ab, unseren Rasierapparat bei Panasonic anzumelden.

Die gefährliche Macht der Heimgeräte *

so titelt man auf Tagesschau.de und trifft den Nagel auf den Kopf.

An dieser Stelle übergebe ich das Wort an Herrn Wulf Rohwedder von tagesschau.de, der in seinem Schlusslicht die Sache sehr gut auf den Punkt bringt!

Zum Artikel Die gefährliche Macht der Heimgeräte.

Das könnte Dich auch interessieren...

Zum Angang...