ArchiCrypt Anti-Bundestrojaner

Der mutmaßliche Bundestrojaner wurde entdeckt. Sicher haben Sie die Meldungen, die am Wochenende in Funk und Fernsehen zu sehen waren, mit Interesse verfolgt.

Dem CCC wurde, laut eigener Aussage, die Version eines Bundestrojaners zugespielt. Die sich anschließende Analyse des Trojaners brachte zutage, dass mit diesem Überwachungswerkzeug der Ermittlungsbehörden viel weitreichendere Möglichkeiten bestehen, als durch den Gesetzgeber genehmigt und vorgesehen. Weitere Informationen und das (technische) Analyseergebnis finden Sie auf den Seiten des Chaos Computer Clubs (CCC).

Ist der Trojaner erst einmal installiert, ermöglicht der er den Behörden quasi die volle Kontrolle über Ihren Rechner. Die spezielle Überwachungssoftware wird von den Ermittlungsbehörden unter anderem zur sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung genutzt. Die Quellen-TKÜ dient dazu, Kommunikation schon auf dem Computer eines Verdächtigen abzufangen, bevor sie verschlüsselt wird. Im Unterschied zur Online-Durchsuchung, die auf schwerwiegende Straftaten wie Terrorismus begrenzt ist und für deren Anordnung rechtlich hohe Hürden bestehen, wird die Quellen-TKÜ von Gerichten schneller gewährt. Sie ist aber in ihrer Anwendung weit stärker begrenzt. Sie darf nämlich nur dann eingesetzt werden, „wenn sich die Überwachung ausschließlich auf Daten aus einem laufenden Telekommunikationsvorgang beschränkt“ – so heißt es im Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Februar 2008. Dies müsse „durch technische Vorkehrungen und rechtliche Vorgaben sichergestellt werden“.

Die Analyse zeigt eindeutig, dass dies zumindest mit der vorliegenden Version der Überwachungssoftware nicht der Fall ist. Gefunden wurde die Computerwanzen-Software auf diversen Festplatten, die dem Club anonym zugesandt wurden und die bei Ermittlungsverfahren einer Landesbehörde eine Rolle spielten.

 

Meine Meinung zu der Sache: „Es ist schwer zu beurteilen, ob es sich wirklich um den Bundestrojaner handelt. Die Aussagen der Vertreter des CCC lassen jedoch durchaus den Schluss zu, dass der Kern (wird in allen Varianten eingesetzt, bildet die Basis für die Überwachung) des Bundestrojaners tatsächlich gefunden wurde. Die Dateien wurden auf Rechnern von Personen gefunden, die im Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden standen. Was etwas irritiert ist die technische Umsetzung, ziemlich laienhaft und, dafür, dass man sich im Behördenumfeld bewegt, zu viel Humor im „Quellcode“/Kompilat. Zumindest konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, als ich die Zeichen C3PO-r2d2-POE fand. Wer, wie ich, Star Wars mag, weiß warum. Den Humor und die nicht ganz so perfekte Umsetzung könnten im Prinzip bewusst zum Einsatz gekommen sein. Man will verschleiern. Auf der anderen Seite wäre es sehr verwunderlich, wenn solch ein Trojaner durch die Prüfmühlen der Behörden gelangt sein soll. Dies wäre im Prinzip nur dadurch erklärbar, dass die Sache entweder so geheim war, dass kein fachlich versierter Vertreter mit bei den Prüfungen zugegen war oder sich kein moralbegabter Entwickler gefunden hat, der sich auf diese Art von Programmentwicklung einlassen wollte. Was also bleibt? Mit unserem Anti-Bundestrojaner schaffen Sie sich Gewissheit und entfernen gegebenenfalls die Überwachungssoftware von Ihrem Rechner. Das Gute an der ganzen Geschichte wird sein, dass sich jetzt entsprechende Stellen hoffentlich intensiv mit dem Trojaner auseinandersetzen und künftig sicherstellen, dass eine saubere Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgt. Über die lässt sich aber – zum Glück – in unserem Land trefflich streiten. Das Schlechte ist, dass man mit jeder Analyse die man veröffentlicht quasi dem Entwickler in die Hände spielt. Ein Katz- und Mausspiel mit klaren Vorteilen auf der Seite des Trojanerbastlers. Er weiß, nach was jetzt alle Welt auf dem Rechner Ausschau hält und kann entsprechend abändern. Wir werden immer einen Schritt hinter ihm sein. Mir sind aber noch einige Erkennungsmerkmale im Trojaner aufgefallen, die ich bewusst nicht nenne. Die dauerhafte Wirksamkeit unserer Anti-Bundestrojaner Software ist nur dann sicher gestellt, wenn wir diese Merkmale nutzen können bzw. an neue Erkenntnisse gelangen!“ (Patric Remus)

ArchiCrypt Anti-Bundestrojaner – Entdecken und Entfernen

Analysiert Ihren Rechner in wenigen Sekunden und gibt Auskunft über das Vorhandensein des „Bundestrojaners“ oder von Spuren davon. Je nach Ergebnis haben Sie die Möglichkeit, die Trojaneranteile restlos von Ihrem Rechner zu entfernen. Sie dürfen die Software gerne kostenlos weiter verteilen!

Systemvoraussetzungen:
Windows XP, Vista, Windows 7 (32 BIT)- keine Installation erforderlich!

 

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