Das Betriebssystem auf der RAM Disk

Wäre es nicht toll, wenn man ein ganzes Betriebssystem auf einer RAM Disk unterbringen könnte? Wäre es nicht toll, wenn man dieses System per Mausklick in wenigen Sekunden wieder auf einen bestimmten Zustand zurücksetzen könnte? Die Umsetzung ist leichter als man denkt!

Betriebssystem auf einer RAM Disk

Man benötigt dazu ArchiCrypt Ultimate RAM-Disk (Standard Version) und mindestens den kostenlosen VMWare Player. Als Betriebssystem wurde Ubuntu ausgesucht. Es handelt sich dabei um eine komfortable und leicht zu bedienende Linux Distribution. Als Ergebnis werden wir eine RAM Disk erhalten, auf der ein Ubuntu Linux System mit vielen nützlichen Anwendungen werkelt. Die Bezugsquellen für die benötigten Programme und Dateien finden Sie am Ende des Artikels.

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RAM Disk der nächsten Generation

Eine RAM Disk, auch RAM Laufwerk oder RAM Drive genannt, ist ein virtueller Datenträger, der im Arbeitsspeicher (RAM) des Rechners realisiert ist. Beim Erzeugen der RAM-Disk wird ein entsprechender Teil des Arbeitsspeichers reserviert. Auf eine RAM Disk kann vollkommen transparent zugegriffen werden, wie auf jedes andere Speichermedium auch.

Ultimate RAM Disk

Welche Vorteile ergeben sich aus diesem Umstand?

Geschwindigkeitsvorteil

Der Arbeitsspeicher ist an die Recheneinheit des Computers, die sich um die Verarbeitung von Daten kümmert, quasi mit einer Autobahn verbunden. Andere Speichermedien, je nach Art, über Feldwege (USB 1.0) bis maximal Bundestraßen (SSD – Solid State Drive). Die ausschließlich im Arbeitsspeicher liegende RAM Disk kann Anfragen von Programmen daher sehr schnell bedienen.

Minderung von Verschleiß

Leitet man Schreibvorgänge auf eine RAM-Disk um, schont das den eigentlichen Datenträger. Dadurch, dass eine RAM Disk im Arbeitsspeicher abgebildet wird, werden Zugriffe auf andere physikalische Speichermedien minimiert. Einen spürbaren lebensverlängernden Effekt erreicht man zum Beispiel bei den modernen Solid State Drives (SSD). Eine Flashzelle – Bestandteil einer SSD – überlebt meist nur 3.000 bis 100.000 Schreibvorgänge.

Energiesparen

Normale Datenträger gehören zu den “Stromfressern” in einem Rechner. Durch die verminderten Zugriffe auf diese Datenträger und das Umleiten der Schreib- Lesevorgänge auf ein RAM Laufwerk, verlängert sich die Akkulaufzeit mitunter beträchtlich.

Einschub: “Wie oft speichere ich schon Daten?” mag sich manch einer denken. In der Tat muss man einige Worddokumente erstellen, um auf 100.000 Schreibvorgänge zu kommen. Sieht man sich die Vorgänge in einem Rechner an, die ohne Zutun des Anwenders stattfinden, wird schnell klar, dass es eine Unzahl an “unsichtbaren” Schreibvorgängen gibt. Dabei spielen temporäre Daten (Daten, die nur zur Speicherung von als Zwischenergebnissen dienen und nicht dauerhaft benötigt werden) eine ganz entscheidende Rolle. Im Windows Betriebssystem gibt es zu diesem Zwecke den temporären Ordner, in dem Anwendungen aller Art solche Zwischenergebnisse ablegen. Daneben gehören Internet Browser zu den Programmen, die maßgeblich für die hohe Anzahl an Zugriffen auf Datenträger verantwortlich sind. Jedes einzelne Element einer Internetseite wird im so genannten Cache (Zwischenspeicher) abgelegt. Kümmert man sich genau um diese zwei Fälle, temporäre Daten und Browsercache, hat man auf normalen Systemen bereits bis zu 80% der Schreib- / Lesevorgänge unter Kontrolle.

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Brute-Force in der Cloud

Je geheimhaltungswürdiger Daten sind, desto höher ist der Wert dieser Daten anzusetzen.

Brute Force in der Cloud

Denken Sie an PIN und TAN, die den Zugriff auf Ihr Konto schützen und denken Sie an eine Liste mit Decknamen von Agenten. Im ersten Fall geht es um schnöden Mammon, im zweiten Fall um Menschenleben.

Je höher der Wert der Daten anzusetzen ist, desto höher werden die Anstrengungen ausfallen, um in den Besitz dieser Daten zu gelangen.

Im digitalen Zeitalter kommt zum Schutz brisanter Daten nahezu flächendeckend Verschlüsselung zum Einsatz.

Wir alle assoziieren mit Verschlüsselung den Begriff Passwort. Wir nutzen ein Passwort um uns morgens in der Arbeit am Rechner anzumelden, wir nutzen ein Passwort um uns bei Facebook einzuloggen, verwenden eines beim Einkaufen bei Amazon, beim Steigern bei eBay und beim Zugriff auf unser E-Mail Konto. Jeder weiß insgeheim, dass derjenige der unser Passwort kennt, auch Zugriff auf die entsprechenden Dienste hat.

Die Gefahren, denen unser Passwort ausgesetzt ist, sind mannigfaltig. Trojaner, KeyLogger, Phishing Mails und Konsorten zielen darauf ab, uns unsere Passwörter zu entwenden. Zunehmend werden große Internetseiten “gehackt”, werden Daten gestohlen und natürlich missbräuchlich verwendet.

Relativ neu sind jedoch Möglichkeiten, die sich im Zusammenhang mit Cloud Computing ergeben. Nie war es so einfach, sich zum Brechen von Passwörtern der Rechenleistung von abertausenden leistungsfähigen Computern zu bedienen. Man benötigt “lediglich” das entsprechende Know-how und eine Kreditkarte.

  • Entstehen daraus neue Gefahren für unsere Passwörter?
  • Können wir uns hier wirksam schützen?
  • Wie können wir uns schützen?

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